Spezial des Monats August 2013

 

 

Tipps und Tricks für gelungenes Präsentieren

10-20-30-Regel für eine gelungene Präsentation

von Guy Kawasaki

 

Eine Präsentation sollte

  • bis zu 10 Folien haben,
  • unter 20 Minuten dauern und
  • in einer 30-Punkt-Schriftgröße geschrieben sein.

 

Die Projektionsfläche sollte nicht in der Mitte des Raumes sein, denn dort ist der Platz des Präsentators, er spielt die Hauptrolle und nicht die Folien. Jede Präsentation lebt vom gesprochen Wort, die Folien enthalten nur Stichworte oder einprägsame Zahlen.

Animierte Grafiken wie ein ansteigender Balken sind aussagekräftiger als starre Diagramme. Die Höhepunkte der Präsentation gehören an den Anfang und ans Ende, denn so bleiben sie am Besten in Erinnerung.

 

Allgemeine Regeln für eine gelungene Präsentation

Das Publikum hat ein Anrecht darauf mitzuerleben,
 wie sich der Referent zugrunde richtet.
 Harry Rowohlt

Eine Präsentation ist ein gegenseitiger Prozess des Gebens und Nehmens von Informationen und Meinungen. Dabei gibt es gewisse – je nach Kontext, in dem präsentiert wird - Regeln oder Standards zu beachten.

Eine gründliche Vorbereitung, angemessenen Präsentationsmedien, ein gut gegliederter und motivierender Vortrag sowie eine Bearbeitung (Reduktion) des Vortrages auf Folienformat sind entscheidend dafür, dass eine Präsentation gut aufgenommen werden kann (vgl. Hierhold 2005).

Die Zielgruppe ist ein wichtiger Faktor bei der Vorbereitung einer Präsentation: Wer sind die Teilnehmer und auf wen soll die Präsentation ausgerichtet werden? Die Gruppengröße sowie die Gemeinsamkeiten, die die Zielgruppe aufweist (z. B. Alter, Beruf, Vorkenntnisse, Interesse am Thema) spielen eine bedeutende Rolle (vgl. Seifert 1998).

Diese zu berücksichtigen bei einer Präsentation, ist eine wesentliche Grundlage für die Verständigung, - nicht nur auf der sachlichen Ebene, sondern auch auf der Beziehungs- und Gefühlsebene. Auf der Beziehungsebene sprechen wir Einstellungen der Zuhörenden an. Jemanden auf der Beziehungsebene zu erreichen, ist manchmal wichtiger als auf der Sachebene, da die Beziehungsebene die Art des Empfanges und der Interpretation der Inhalte bestimmt.

In diesen Zusammenhang gehört auch, die Zuhörenden von Anfang an zu begeistern und deren Interesse zu wecken, um optimale Aufmerksamkeit zu erlangen. Besonders wirksam ist es, das Publikum von Beginn an mit einzubeziehen.

Die Teilnehmenden wollen neugierig gemacht werden; sie möchten mitdenken und "mitentscheiden" können. Wie kann das erreicht werden?

Zum Beispiel durch:

  • themenbezogene, "überraschende" Fragen, die nach "überraschenden" Antworten verlangen.
  • eine ungewöhnliche, aber themenbezogene Anekdote oder die aktuelle Schlagzeile einer Zeitung als "Aufhänger". (Doch Vorsicht: Übertriebene Gags könnten zu sehr vom Thema ablenken.)
  • ein überraschendes Untersuchungsergebnis, das nach einer Klärung verlangt.

Präsentieren heißt also vor allem Wissen- und Informationsvermittlung, bei der es wichtig ist, die Wahrnehmungskapazität der Zuhörer (Zuseher) möglichst optimal auszuschöpfen. Die Wahrnehmung des Menschen wird durch viele Faktoren beeinflusst, vor allem durch Erwartungen, Motivation und die Aufmerksamkeit, aber auch äußere Rahmenbedingungen wie Sitzordnung, Lichtverhältnisse und Tageszeit spielen eine große Rolle für die Aufnahme von Gehörtem und Gesehenem.

Ein foliengestützter Vortrag hilft, die Aufmerksamkeit und Konzentration der Zuhörenden enorm zu verbessern. Dabei ist wichtig, dass auf den Folien ausschließlich Stichpunkte aufgelistet werden, die während des Vortrags von den Zuhörern mitgelesen werden können. Auf diese Weise wird für das Publikum der rote Faden des Vortrages für jeden deutlicher nachzuvollziehen.

Präsentieren heißt, die Aufmerksamkeit, Konzentration und Motivation der Zuhörer durch professionelle Gestaltung zu steigern.

 

Texte zusammengestellt von Christiane Redlefsen aus folgenden Quellen:
http://www.inf.fu-berlin.de/~decker/informer/i04/i04-prs.html (98-07-09)
Hierhold, Emil (2005). Sicher präsentieren – wirksamer vortragen. Heidelberg: Redline Wirtschaft.
Seifert, Josef W. (1998). Visualisieren Präsentieren Moderieren. Offenbach: Gabal.

 

 

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